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Cherne-Verfahren

 
  1. Allgemeines:  
  Die im nicht begehbaren Nennweitenbereich heute eingesetzten Injektionsverfahren dienen ausschliesslich zur Behebung örtlich begrenzter Undichtigkeiten in Kanalsystemen.  
     
     
  2. Charakterisierung des Verfahrens:  
  Das in den USA entwickelte Sanierungsverfahren wird seit etwa 1975 auch in Deutschland angewendet. Mit Hilfe der Injektionstechnik werden Undichtigkeiten (z.B. Risse etc.) von Rohrsystemen im Abwasserbereich kostengünstig behoben. Im Bereich der jeweiligen Schadstelle wird ein Packer unter Beobachtung einer TV-Kamera positioniert, der die Injektion ermöglicht.  
     
     
  3. Einsatzbereiche:  
  Das Cherne-Verfahren dient vorzugsweise zur Abdichtung von Muffenverbindungen, Rissen sowie örtlich begrenzten Undichtigkeiten in Rohrleitungen aus allen im Abwassersektor üblichen Werkstoffen im Nennweitenbereich DN 100-300. Durch den Einsatz von Spezialpackern können auch grössere Nennweiten saniert werden.
Die Abdichtarbeiten sind von einem Standort aus bis zu einer Länge von 50-70 m durchführbar. Die Arbeiten setzen eine gründliche Vorabreinigung der Kanäe voraus. Abflusshindernisse, die ein Durchziehen des Packers durch die instandzusetzende Haltung behindern, müsen entfernt werden. Dichtigkeitsprüfungen und Injektion mit Hilfe dieser Packersysteme setzen einen druckdichten Abschluss voraus. Dieser kann beeinträchtigt werden durch:
 
 
Rohrverformungen
Ablagerungen und Inkrustierungen
Innenkorrosion und mechanischen Verschleiss
Einstürze und Rohrbrüche
 
     
     
  4. Arbeitsablauf:  
 

Ausser einer Vorreinigung und der Beseitigung eventueller Abflusshindernisse sind keine weiteren Vorarbeiten nötig.
Die Packerabmessungen erlauben den unmittelbaren Zugang über die Reinigungsöffnungen oder Einstiegschächte.

 
 
1. Positionieren des Packers über die undichte Stelle
   
 
   
2. Fixieren durch Aufblasen der 3 Packermanschetten, Dichtigkeitsprüfung mittels Wasser oder Luft und Injektion des 2-Komponenten-Gels über Pumpentechnik.
   
 
   
3. Entlüften des Packers und Weitertransport zur nächsten Muffe.
   
 
 
     
  Die Versorgung des Packers erfolgt über einen 5-fach Schlauch für:  
 
Injektionsmittel 2 Stück
Aufblasen der äusseren beiden Packermanschetten 1 Stück
Aufblasen der mittleren Packermanschetten 1 Stück
  Dichtigkeitsprüfung mittels Luft oder Wasser 1 Stück
 
     
     
  5. Vorteile dieser Sanierungstechnik  
 
kostengünstige Alternative im Gegensatz zum kompletten Auswechseln
keine Verkehrseinschränkuingen durch offene Baugruben
Entfallen jeglicher Tiefbauarbeiten
der Aufbruch der Strasse und deren Instandsetzung wird vermieden
Aufrechterhaltung der Vorflut, Abwassersystem kann während der Arbeiten in Betrieb bleiben
 
     
     
  6. Umweltverträglichkeit:  
  Prüfzeugnisse vom Institut für Bautechnik in Berlin und dem Bundesgesundheitsministerium belegen, dass Injektionsmittel auf Polyurethanbasis keinerlei umweltschädigende Einflüsse auf Grundwasser und Erdreich ausüben.
Entsprechende Zertifikate können bei Bedarf vorgelegt werden.
 
     
     
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